Ergotherapie Ausbildung

Wir wollen auf dieser Website verschiedene Aspekte der Ergotherapie Ausbildung beleuchten und entsprechende Infos zur Verfügung stellen.

In der Ergotherapie Ausbildung werden alle Grundlagen vermittelt, die den Ergotherapeuten befähigen, Menschen mit körperlichen oder seelischen Einschränkungen durch entsprechende therapeutische Maßnahmen zu begleiten und zu unterstützen. Die Ausbildung zum Ergotherapeuten ist an Berufsfachschulen möglich. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. In dieser Zeit werden nicht nur die theoretischen Grundlagen vermittelt; mehrere berufsbezogene Praktika ergänzen diesen Teil der Berufsausbildung.

Schüler mit einem Haupt- oder Realschulabschluss können die Ausbildung absolvieren. Als Zugangsvoraussetzung sollte zudem eine gültige Impfung in Hepatitis A und B vorhanden sein. Viele Schulen erwarten ein Mindestalter von 17 Jahren, hauptsächlich aufgrund der Gewissenhaftigkeit der Arbeit und der seelischen Belastungen im Berufsalltag. Zudem ist es ratsam, ein Vorpraktikum zu absolvieren, um das Berufsbild vor der Ergotherapie Ausbildung genau kennenzulernen.

Die Ausbildung zum Ergotherapeuten ist in verschiedenen Bereiche gegliedert. Es gibt hier einen theoretischen, einen handwerklichen und einen praktischen Ausbildungsteil. Die praktische Ausbildung bestimmt meist nur das 3. Ausbildungsjahr, die beiden anderen Bestandteile der Ausbildung werden in der Berufsfachschule im Unterricht vermittelt. Im theoretischen Unterricht werden Kenntnisse zum Beispiel in den Bereichen Recht, Biologie, Anatomie, Physiologie, Arzneimittelkunde oder Pädagogik vermittelt. Zudem gibt es einen fachbezogenen Ausbildungsteil, der sich mit den unterschiedlichen bewegungstherapeutischen Maßnahmen, der Bewegungserziehung oder Tanz als Therapie befasst.

Für die praktische Ausbildung im letzten Ausbildungsjahr müssen insgesamt 1700 Stunden absolviert werden. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um mehrere Praktika, die meist 3 Monate dauern und die so auch die langfristige Behandlung eines Patienten ermöglichen. Dabei sind drei Fachbereiche für das Praktikum zwingend vorgeschrieben. Ein Praktikum in der Neurologie oder Orthopädie, ein Praktikum in einer Behinderteneinrichtung sowie ein optionales Praktikum zum Beispiel in der Pädiatrie sollten absolviert werden. Zum Teil werden die Praktika von einem Fachlehrer fachlich betreut.

Die Prüfung zum Ergotherapeuten besteht aus einem theoretischen, einem mündlichen und einem praktischen Prüfungsteil. Bei der theoretischen und mündlichen Prüfung wird das Wissen aus den Bereichen der unterschiedlichen Maßnahmen, Berufskunde, Behandlungsverfahren sowie Arbeitsmedizin und Krankheitslehre. Bei der fachlichen Prüfung müssen insgesamt zwei Aufgaben bewältigt werden. Die erste Aufgabe besteht meist aus einem handwerklichen Gegenstand, die zweite Aufgabe befasst sich mit der Behandlung eines Patienten.

Nach der Ausbildung besteht die Möglichkeit, sich in verschiedene fachbezogene Richtungen weiterzubilden. Vor allem Spezialisierungen, zum Beispiel auf die Behandlung von ADHS oder Demenz sind möglich. Auch ist es möglich, an einer Universität das Bachelorstudium Ergotherapie zu absolvieren. Dieses weitere Studium ermöglicht Ergotherapeuten, in Forschung und Lehre oder im Management, zum Beispiel in Rehabilitationseinrichtungen, tätig zu werden.